Belinda Bauer „Das Ding der Unmöglichkeit“

An der Küste von Yorkshire bedeutete das Sammeln von Seevögeleiern zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein lukratives Einkommen für die ansässigen Bauern. Berühmt wurde das „Metland-Ei“ – ein rotes Lummenei, von dem bis heute niemand weiß, wo es ist. Die vielfach prämierte englische Autorin Belinda Bauer hat nun einen klug konstruierten spannenden Roman über die Eierdiebstähle erdacht – gut recherchiert und basierend auf historischen Fakten.
Als Nick und seine Mutter werden in einem abgelegenen Cottage in Wales überfallen werden, ist eine Holzschatulle verschwunden, in der sich ein rotes Vogelei befand. Nick wollte eigentlich nur alten Krempel vom Dachboden über Ebay verkaufen – nicht ahnend, dass er einen skrupellosen Händler aufmerksam gemacht hat. Ist doch der Handel mit Vogeleiern längst verboten. Gemeinsam mit seinem Freund Patrick macht er sich auf die Suche nach dem gestohlenen Kleinod, dessen Geschichte weit in die Vergangenheit zurückreicht. Denn die sechsjährige Celie Shephard, ein eigentümliches Kind von schmalem zerbrechlichen Körperbau, war mutig und waghalsig. Und schaffte es mit Hilfe eines Bruders 1926, in die engsten Klippen hinabzuklettern, um Lummeneier zu sammeln, während am Klippenrand bereits die Eiermakler auf fette Beute warteten. Ihr Fund eines roten Lummeneis wird zum begehrten Sammlerstück, das nicht das einzige bleibt, denn Lummen können ziemlich alt werden und legen entsprechend viele Eier…
Geschickt verknüpft Belinda Bauer die Historie des Eiersammelns mit der spannenden Detektivarbeit der beiden jungen Männer von heute. Und entspinnt ein weites Netz an Intrigen, die sich um die Vogeleiersammlungen ranken. Heute werden sie in britischen Museen nicht mehr gezeigt: ein Grund mehr, diesen faszinierenden Roman zu lesen!
ISBN 978-3-956146879 € 25,-
